Schutz der schwangeren Frau

Maternité
Vergessen Sie nicht, Ihren Arbeitgeber darüber zu informieren, dass Sie schwanger sind, und zwar am besten durch ein ärztliches Attest, das Sie ihm per Einschreiben zuschicken oder das Sie ihm gegen Erhalt einer Empfangsbestätigung aushändigen. Bewahren Sie auch eine Kopie davon auf. Ab dieser Mitteilung kann der Arbeitgeber Ihren Zustand berücksichtigen und Sie können eine bestimmte Anzahl von Schutzmaßnahmen in Anspruch nehmen.


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Was ist der Kündigungsschutz?

Wenn Sie im Privatsektor arbeiten oder wenn Sie Vertragsbeschäftigter oder zeitweiliger Beschäftigter des öffentlichen Sektors sind, können Sie nicht aus Gründen entlassen werden, die in Verbindung zu Ihrer Schwangerschaft stehen. Ab dem Zeitpunkt, wo der Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informiert ist und bis ein Monat nach Beendigung Ihres postnatalen Urlaubs darf er Sie nicht entlassen, außer aus schwerwiegendem Grund, aus wirtschaftlichen Gründen, wegen Umstrukturierung,…
Sollte Ihr Arbeitgeber Sie ohne gültigen Grund oder aufgrund Ihrer Schwangerschaft entlassen, muss er Ihnen die normale Kündigungsentschädigung zahlen, plus 6 Monate Bruttolohn.

Dürfen Sie sich von Ihrer Arbeit entfernen, um Ihren Gynäkologen aufzusuchen?

Wenn Ihre Schwangerschaft Untersuchungen benötigt, die nicht außerhalb der Arbeitszeit stattfinden können, haben Sie das Recht, die Arbeit zu verlassen. Während dieser Zeit erhalten Sie Ihren normalen Lohn. Manchmal müssen Sie Ihren Arbeitgeber vorher schriftlich informieren. In diesem Fall wird angeraten, ein ärztliches Attest einzureichen.

Kann Ihr Arbeitgeber Sie zu Nachtarbeit oder Überstunden zwingen?

Die Möglichkeiten, nachts zu arbeiten, sind begrenzt. Der Arbeitgeber darf Sie nicht zur Nachtarbeit zwingen während den 8 Wochen vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin oder wenn Sie über ein ärztliches Attest verfügen, das die Nachtarbeit untersagt.
Der Arbeitgeber darf Sie auch nicht zu Überstunden zwingen, außer wenn Sie einen Vertrauens- oder Direktionsposten bekleiden.

Was versteht man unter prophylaktischem Urlaub für Schwangere?

Wenn Sie schwanger sind und eine für Sie oder für das ungeborene Kind gefährliche Arbeit ausführen, haben Sie Anrecht auf einen präventiven oder prophylaktischen Urlaub. In diesem Fall werden Sie von Ihrer Krankenkasse entschädigt. Der behandelnde Arzt muss in einem Attest bestätigen, dass die Arbeit für Sie oder für Ihr Kind zu gefährlich ist. Was den Betrag der Entschädigung angeht, so unterscheidet man zwischen einem totalen oder teilweisen Arbeitsverbot.
Wenn Sie möchten, können Sie auch einen prophylaktischen Stillurlaub nehmen.
Diese Regeln gelten für den Privatsektor. Für den öffentlichen Sektor verweisen wir Sie an die CSC Zentrale Öffentliche Dienste.
Sie können auch die Broschüre „Arbeit und Familie“ zu Rate ziehen.