Mutterschaftsurlaub

Maternité
Der Mutterschaftsurlaub beträgt 15 Wochen. Erwarten Sie Zwillinge oder Drillinge? Dann haben Sie Anrecht auf 17 Wochen Mutterschaftsurlaub, oder 19 Wochen, wenn Sie im Falle der Mehrlingsgeburt selbst einen entsprechenden Antrag stellen.

Ab wann können Sie Ihre Arbeit unterbrechen? 

Sie können Ihre Arbeit ab 6 Wochen vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin unterbrechen. Sie müssen mindestens 7 Tage vor diesem Datum aufhören zu arbeiten. Wir raten Ihnen, Ihrem Arbeitgeber ein Attest zu geben mit dem wahrscheinlichen Geburtstermin und ihm die Periode anzugeben, während der Sie Ihren Mutterschaftsurlaub nehmen möchten.
 
Im Falle der Mehrlingsgeburt können Sie Ihre Arbeit 8 Wochen vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin unterbrechen. Wenn Sie es wünschen, können Sie zwei Wochen zusätzlichen Urlaub nach der Geburt beantragen.

Welches ist die Dauer des Mutterschaftsurlaubs vor und nach der Geburt? 

Sie sind verpflichtet, 9 Wochen nach der Geburt zu nehmen. Das ist Ihr postnataler Urlaub. Ab 6 Wochen (oder 8 Wochen bei Mehrlingsgeburt) vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin können Sie selbst wählen, wann Ihr pränataler Urlaub beginnt. Entbinden Sie nach mehr als 6 Wochen nachdem Sie die Arbeit unterbrochen haben (also später als vorgesehen), verlieren Sie nicht Ihre 9 Wochen postnatalen Urlaub. In diesem Fall wird Ihr postnataler Urlaub verlängert.
Sie können auch weiterhin arbeiten. Die Wochen vor dem reellen Geburtstermin werden dann verschoben. Achtung: die Woche vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin wird nicht verschoben. Sie müssen Sie also nehmen.
Nach der Geburt können Sie, wenn Sie es wünschen, 2 Wochen Ihrer postnatalen Ruhe in postnatale Urlaubstage umwandeln, um Ihre Arbeit teilweise oder auf progressive Weise wieder aufzunehmen.

Wer zahlt während des Mutterschaftsurlaubs Ihren Lohn?

Wenn Sie im Privatsektor arbeiten oder wenn Sie arbeitslos sind, erhalten Sie eine Entschädigung der Krankenkasse. Verständigen Sie also Ihre Krankenkasse rechtzeitig.
Für die Staatsbeamten gilt eine andere Regelung.
Während den ersten 30 Tagen beträgt die Entschädigung 82 % des Bruttolohnes. Ab dem 31. Tag beträgt die Entschädigung 75 % des begrenzten Bruttolohnes.
Wenn Sie Ihre Arbeit nach dem postnatalen Urlaub wieder aufnehmen, übergeben Sie Ihrer Krankenkasse die von Ihrem Arbeitgeber ausgefüllte Karte "Arbeitswiederaufnahme".
Diese Regeln gelten für den Privatsektor. Für den öffentlichen Sektor verweisen wir Sie an die CSC Zentrale Öffentlicher Dienst.

Und für die Leiharbeiter?

Gesetzlich gesehen haben Leiharbeiter wie alle anderen Arbeitnehmer Anrecht auf Mutterschafts- oder Vaterschaftsurlaub, der teilweise vom Arbeitgeber bezahlt wird. In Wirklichkeit ist dies praktisch nie der Fall. Sobald die Leiharbeiterin ihre Schwangerschaft bekannt gibt, wird der Arbeitgeber ihr keinen weiteren Vertrag anbieten. Der Kündigungsschutz der schwangeren Frau besteht hier nur auf dem Papier!
Sie können auch die Broschüre „Arbeit und Familie“ zu Rate ziehen.
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Konsultieren Sie das Handbuch der Sozialgesetzgebung