Indexierung der Löhne

Der Index ist ein Mechanismus, der es ermöglicht, die Löhne, die Pensionen und die Sozialleistungen automatisch an die Lebenskosten anzupassen. Er schützt somit die Kaufkraft aller Arbeitnehmer und aller Sozialleistungsempfänger unseres Landes.  

Woraus besteht der Index? 

Der Index besteht aus folgenden Elementen:
  • Ein Indexkorb. Dieser setzt sich aus ungefähr 500 Produkten und Dienstleistungen zusammen, er ermöglicht es festzustellen, in welchem Maße die Lebenskosten steigen. Dieser Korb wird alle zwei Jahre in Funktion der Kaufgewohnheiten der Bevölkerung angepasst. So misst der Index die Preisentwicklung der Produkte und Dienstleistungen, die von den belgischen Haushalten gekauft werden. 
  • Ein Gesundheitsindex. Seit den 90er Jahren sind Tabak, alkoholische Getränke, Benzin und Diesel nicht mehr im Korb enthalten. Man spricht nun vom Gesundheitsindex.  
  • Eine Anpassung der Löhne an den Index. Die Anpassung der Löhne an den Index wird aufgrund des Durchschnitts des Gesundheitsindexes innerhalb einer Periode von 4 Monaten berechnet. Die Lohnentwicklung folgt also mit Verspätung der Erhöhung der Lebenskosten. Die Lohnerhöhungen liegen daher zeitlich auseinander.

Ist der Index der gleiche für alle?

Unsere automatische Indexierung ist gesetzlich nicht geregelt (außer für die Sozialentschädigungen und Löhne im öffentlichen Sektor), wohl aber in sektoriellen Kollektivabkommen. Das erklärt zum Beispiel, dass die Indexierung nicht überall zur gleichen Zeit erfolgt. 
Die automatische Indexierung ist also kein festes System, sondern ein System, das verhandelt wird. Anpassungen können von den Sozialpartnern in den Sektoren verhandelt werden. Manche Sektoren haben vereinbart, die Löhne zu festgesetzten Zeiten zu indexieren. Diese Zeiten ändern von Sektor zu Sektor. 

Und für die Beamten im öffentlichen Dienst?

Im öffentlichen Dienst legt das Gesetz einen Indexierungsmechanimus der Löhne fest, der von der Verwaltung angewandt werden muss. Dieser Mechanimus basiert auf den "Richtindex" der öffentlichen Hand und funktioniert aufgrund einer Prüfung der Entwicklung des Gesundheitsindexes (überschreitet er einen bestimmten Richtindex oder nicht).
Die Anpassung der Löhne im öffentlichen Sektor erfolgt: 
  • Ein Monat nach der Überschreitung für die Pensionen und Sozialleistungen (z.B. den garantierten durchschnittlichen Mindestlohn)
  • Zwei Monate nach der Überschreitung des Richtindexes für die Löhne und Gehälter.

Wie steht die CSC zum Index?

Der Index ist per Definition ein sozial "neutrales" Instrument. Der Index behandelt alle gleich. Wenn die Preise steigen, garantiert der Index, dass wir die gleichen Ausgaben wie vorher machen können. Für die CSC gilt es, dieses Prinzip zu wahren. Ein System wird besser von allen Schichten der Gesellschaft verteidigt, wenn es "universal" ist.  
Wenn alle von der automatischen Indexierung profitieren, wird sie zu einem allgemeinen System, das von vielen Arbeitnehmern, Pensionierten und Sozialleistungsempfängern unterstützt wird. 
Weitere Infos: besuchen Sie www.indexo.be (in Französisch oder Niederländisch)

Indexanpassungen pro Jahr

Indexanpassungen für das Jahr: