Für wen?

Im Prinzip haben alle Arbeitnehmer im Privatsektor Anrecht auf den Zeitkredit. Allerdings untersteht dieses Recht einer Reihe von Bedingungen. Darüber hinaus ist es in bestimmten Sektoren unmöglich, gewisse Formen des Zeitkredits zu nehmen.

Gewährungsbedingungen

Sie müssen seit mindestens 25 Monaten beim selben Arbeitgeber beschäftigt sein, um einen Zeitkredit nehmen zu können.
Sie möchten einen Zeitkredit von 1/5 nehmen? Dann müssen Sie in den 12 Monaten vorher vollzeitig beschäftigt gewesen sein.
Sie möchten einen halbzeitigen Zeitkredit nehmen? Dann müssen Sie während den letzten 12 Monaten mindestens zu ¾-Zeit beschäftigt gewesen sein.

Kleine Unternehmen: Einverständnis des Arbeitgebers

Wenn Sie in einem Unternehmen von weniger als 11 Beschäftigten arbeiten, muss Ihr Arbeitgeber Ihrem Antrag auf Zeitkredit zustimmen. Wenn er ablehnt, steht Ihnen der Zeitkredit nicht zu. Diese Regelung gilt aber nicht für die thematischen Urlaube.
Folgende Gruppen sind vom Recht auf Zeitkredit ausgeschlossen:
  • Die Lehrlinge 
  • Die Beamten (Vertragspersonal und Ernannte), sowie das Personal der meisten öffentlichen Institutionen
  • Das subventionierte Personal des freien Unterrichtswesens, das Personal der Universitäten, das Personal der Schülerberatungszentren und der Grundausbildungszentren.


Vollzeitiger oder teilzeitiger Zeitkredit: in Funktion Ihres Sektors

Sie können einen vollzeitigen oder teilzeitigen Zeitkredit nehmen, wenn in Ihrem Sektor oder in Ihrem Unternehmen ein kollektives Arbeitsabkommen diesbezüglich vereinbart wurde.
Diese Bedingung gilt nicht für den Grund der Pflege eines behinderten Kindes und der Pflege eines schwer erkrankten minderjährigen Kindes. In diesen Fällen haben Sie immer Anrecht auf einen vollzeitigen oder teilzeitigen Zeitkredit.
Der Zeitkredit von 1/5 untersteht keinen anderen Regelungen.

Weitere Infos

Wir verweisen auf unsere Broschüre « Zeitkredit und thematischer Urlaub im Privatsektor » die regelmäßig aktualisiert wird.
Weitere Infos finden Sie im Handbuch der Sozialgesetzgebung