Vertragsbruch aus schwerwiegendem Grund

Der schwerwiegende Grund ist ein Grund, der weitere vertragliche Beziehungen sofort und endgültig unmöglich macht.
Die Entlassung und die Eigenkündigung aus schwerwiegenden Gründen unterliegen strengen Formalitäten und Fristen:
  • der Vertrag muss innerhalb von 3 Werktagen ab Kenntnisnahme der angeführten Fakten gebrochen werden
  • die Fakten, welche die Entassung oder Eigenkündigung rechtfertigen, müssen innerhalb von 3 Werktagen ab Kenntnisnahme der angeführten Fakten mitgeteilt werden. Die Mitteilung der Fakten muss per Einschreiben geschehen, per Gerichtsvollzieher oder durch ein Schreiben, das persönlich ausgehändigt wird. Im letzteren Fall gilt die Unterschrift desjenigen, der die Mitteilung erhält lediglich als Empfangsbestätigung und nicht als Anerkennung des schwerwiegenden Grundes.
Wenn die andere Partei den schwerwiegenden Grund anfechtet, oder wenn sie der Meinung ist, dass die Formalitäten oder Fristen nicht respektiert wurden, kann sie sich an das Gericht wenden, um eine Vertragsbruchsentschädigung zu erhalten. Die Beweislast für den schwerwiegenden Grund liegt bei der Partei, die diesen angeführt hat. Bestreitet die andere Partei den angeführten schwerwiegenden Grund oder wenn sie der Meinung ist, dass die Formalitäten oder Fristen nicht respektiert wurden, kann sie eine Vertragsbruchsentschädigung einfordern.

Was versteht man unter Vertragsbruch?

Man nennt Vertragsbruch einen Akt, der implizit den Willen zeigt, den Vertrag zu brechen. 
Ein Fehler seitens des Arbeitgebers - selbst wenn er nicht mehr den Lohn zahlt - kann nicht immer mit einem Vertragsbruch gleichgesetzt werden. Der Wille den Vertrag brechen zu wollen, muss bewiesen werden. Der Unterschied zwischen fehlerhafter Nichterfüllung des Vertrages und dem Vertragsbruch ist theoretisch und muss von Juristen festgelegt werden. 
Das Opfer eines Vertragsbruchs stellt den Willen der Gegenpartei fest. Das Opfer einer fehlerhaften Nichterfüllung kann die Ausübung seiner eigenen Verpflichtungen unterbrechen und den Richter fragen, den Vertragsbruch zu verkünden.