Outplacement

Die berufliche Wiedereingliederung oder das Outplacement sind eine Reihe Dienstleistungen und anleitende Ratschläge für Arbeitnehmer, die ihre Arbeit verlieren oder Gefahr laufen diese zu verlieren. 
Diese Dienstleistungen und Ratschläge werden individuell oder in der Gruppe durch ein Outplacementbüro auf Antrag des Arbeitgebers erbracht. Das Outplacementbüro kann ein kommerzielles Büro sein, eine öffentliche Einrichtung oder eine paritätische Initiative.

Ist das Outplacement freiwillig oder verpflichtend?

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitgeber kein Outplacement aufzwingen.
Jedoch ist die Teilnahme an einem Outplacement für manche älteren Arbeitnehmer verpflichtend, um Anrecht auf Arbeitslosengeld zu haben.

Wann kann ein Outplacement organisiert werden?

Das Outplacement kann nicht beginnen, wenn der betroffene Arbeitnehmer nicht vorher sein schriftliches Einverständnis gegeben hat.
Diese Vereinbarung bestimmt das Anfangsdatum der Mission, die Art (individuell oder in der Gruppe), den Namen des Outplacementsbüros und das Programm des Arbeitnehmers.
Ist das Outplacement an eine Entlassung gebunden, kann der Arbeitgeber sein Einverständnis zum Anfang der Mission erst zu dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Kündigungsfrist oder der sofortigen Unterbrechung des Vertrages geben.

Welches sind die Bedingungen für Arbeitnehmer über 45?

Die Arbeitnehmer, die zum Zeitpunkt ihrer Entlassung 45 Jahre oder älter sind, haben Anrecht auf ein Outplacement, wenn sie die folgenden Bedingungen erfüllen:
  • eine Betriebszugehörigkeit von mindestens einem Jahr 
  • keine Entlassung aus schwerwiegenden Gründen oder im Hinblick auf eine Frühpension
  • unter 60 Jahre alt sein
In diesem Fall wird das Outplacement durch das LFA erbracht. Es dauert mindestens 60 Stunden während höchstens 12 Monaten. Es beinhaltet 3 Phasen (2 Monate, 4 Monate und 6 Monate) während denen der Arbeitnehmer Anrecht auf 20 Stunden Begleitung hat.