Die Kollektiventlassung

Man versteht unter Kollektiventlassung jede Entlassung aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen innerhalb von 60 Tagen von 6 Arbeitnehmern in Betrieben bis zu 59 Beschäftigten und von 10 % des Personalbestandes in den anderen Betrieben.
In diesem Fall enthält die Gesetzgebung zwei Hauptabschnitte:
  • Eine Beratungs- und Konzertierungsprozedur der Arbeitnehmer, gekoppelt an eine Mitteilung an die Beschäftigungsdienste. Dieser Abschnitt geht aus den europäischen Direktiven hervor. Er wurde verstärkt infolge der Unruhen in 1997 durch die Schließung von Renault in Vilvorde. Konkret wurde dies durch die sogenannte Renaultgesetzgebung in 1998.
  • Eine spezifische Entschädigung.
2005 hat die Regierung im Rahmen des Generationenpaktes einen dritten Abschnitt hinzugefügt, der auf die Umschulung der Arbeitnehmer zentriert ist.

Was versteht man unter Betriebsschließung?

Man versteht unter "Schließung" die endgültige Aufgabe der Haupttätigkeit des Betriebes. Bei Schließung eines Betriebes mit mindestens 20 Arbeitnehmern werden spezifische Bestimmungen angewandt. Den 3 Abschnitten, die bei Kollektiventlassungen gelten, fügt man einen 4. Abschnitt hinzu, der den Arbeitnehmern die Zahlung der geschuldeten Summen durch eine öffenltiche Stelle garantiert, den Betriebsschließungsfond.
Für weitere Informationen: Handbuch der Sozialgesetzgebung