Neues System

Das neue System gilt für die Verträge ab dem 1. Januar 2014. 
Die durch den Arbeitgeber oder Arbeitnehmer gegebene Kündigung läuft ab dem Montag nach der Mitteilung.

Wie wird die Dauer Ihrer Kündigungsfrist festgelegt?

Betriebszughörigkeit
Die Dauer der Kündigungsfrist, ausgedrückt in Wochen, wird aufgrund der Betriebszugehörigkeit festgelegt. Die Kündigungsfrist ist nicht die gleiche, je nachdem ob sie vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer ausgeht. Für die Gegenkündigung (Kündigungsfrist eines Arbeitnehmers, der während der Kündigungsfrist eine Arbeitsstelle gefunden hat), gelten besondere Einschränkungen.
Die Betriebszugehörigkeit wird pro begonnene Periode berechnet zu dem Zeitpunkt, ab dem die Kündigungsfrist beginnt.
Beispiel:
  • sobald Ihre Betriebszugehörigkeit 3 Monate erreicht, haben Sie Anrecht auf eine Kündigungsfrist von 4 Wochen;
  • Sie haben 5 Jahre Betriebszugehörigkeit? Dann beginnen Sie mit Ihrem 6. Jahr Betrtiebszugehörigkeit und haben Anrecht auf 6 x 3 = 18 Wochen;
  • Sie haben 21 Jahre Betriebszugehörigkeit ? Dann beginnen Sie Ihr erstes Jahr nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und haben Anrecht auf 62 + 1 = 63 Wochen

Für wen gelten diese Regeln?

Diese Regeln gelten für alle Arbeitnehmer und für alle Sektoren. Im Gegensatz zu dem was häufig für die Arbeiter der Fall war, ist es nicht mehr möglich, Kündigungsfristen festzulegen, die von einem Sektor zum anderen variieren oder eine verringerte Kündigungsfrist vorzusehen, wenn die Betriebszugehörigkeit unter 6 Monaten liegt.

Was ist mit der Probezeit ?

Die Probezeit besteht nicht mehr und demnach gibt es auch keine spezifische Kündigungsfrist für diese Periode. 

Gibt es Ausnahmen?

Wird die Kündigung durch den Arbeitgeber erteilt, um im ersten Monat nach dem Monat zu enden, in dem Sie das gesetzliche Pensionsalter erreichen (d.h. 65 Jahre), darf die Kündigungsfrist 26 Wochen nicht überschreiten.
Die Kündigungsfrist kann auf 26 Wochen gebracht werden, wenn die Kündigung im Hinblick auf ein SAB (System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag) durch einen Arbeitgeber gegeben wird, der als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung anerkannt ist.
Wenn Sie im Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes eingestellt wurden, können Sie Ihren Arbeitsvertrag mittels Kündigungsfrist von 7 Tagen auflösen.
Während Perioden zeitweiliger Arbeitslosigkeit aus wirtschaftlichen Gründen können Sie ohne Kündigungsfrist gehen. Dies gilt auch bei zeitweiliger Arbeitslosigkeit wegen Schlechtwetter von mehr als einem Monat.