Zurück zur Arbeit nach einer langen Krankheit

Worum geht es? 

Niemand ist sicher vor einem schlimmen Unfall, einer Krankheit, einer Operation... Danach ist eine Erholungszeit zuhause notwendig. Wenn sich die Situation verbessert, können Sie Schritte einleiten, um die Arbeit wieder aufzunehmen.
Seit dem 1. Januar 2017 gelten neue gesetzliche Bestimmungen, um es den Langzeitkranken zu ermöglichen, wieder zu arbeiten.

Wer ist betroffen?

Die neue Regelung gilt für Langzeitkranke (Krankheit von 2 Monaten oder länger). Sie gilt nur für die Arbeitnehmer im Privatsektor sowie für die Vertragsbeschäftigten einer öffentlichen Institution. Somit gilt sie nicht für die definitiv ernannten Beamten des öffentlichen Dienstes, für die Opfer von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten, egal ob im privaten oder öffentlichen Sektor. Für diese Arbeitnehmergruppen ist eine Anpassung der Regelung in Vorbereitung.

Weitere Infos:

Gut zu wissen

  • Der Wiedereingliederungsweg ist eine Gesamtheit von Etappen, die darauf abzielen, Sie nach Ihrer Krankheit oder schon während Ihrer Erholungszeit wieder zu beschäftigen.
  • Der Hausarzt  ist Ihr persönlicher Arzt (Allgemeinmediziner oder Spezialist). Er erstellt Ihnen ein ärztliches Attest.
  • Der Vertrauensarzt  ist der Arzt der Krankenkasse. Er beurteilt Ihren gesundheitlichen Zustand und entscheidet über Ihr Anrecht auf Krankenentschädigungen.
  • Der Arbeitsarzt  ist der Arzt, der an Ihrem Arbeitsplatz den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer über die Sicherheit und die Gesundheit am Arbeitsplatz berät. Er wurde vom Arbeitgeber bezeichnet, muss aber unabhängig handeln, vor allem wenn er Vorschläge formuliert zur Erleichterung der Arbeitswiederaufnahme der Kranken.
  • Der Kontrollarzt  ist ein von bestimmten Arbeitgebern bezeichneter Arzt, um zu überprüfen, ob die kranken Arbeitnehmer wirklich arbeitsunfähig sind. Die Arbeitsärzte dürfen solche Kontrollen niemals ausführen.