Sozialwahlen: Leiharbeiter dürfen wählen!

Sozialwahlen: der Ausschuss für soziale Angelegenheiten der Kammer beschließt das Wahlrecht für Leiharbeiter.
Am Mittwoch, den 13. Marz, debattierte der Ausschuss für soziale Angelegenheiten der Kammer über den Entwurf des Gesetzes, das es den Leiharbeitern erlauben soll, an den Sozialwahlen 2020 teilzunehmen in dem Unternehmen, in dem sie schon seit langem arbeiten. Dieses Recht auf Beteiligung der Interimarbeiter ist wichtig, weil die Abkommen über Löhne, Urlaub, Sicherheit, Arbeitszeiten,… im Unternehmen vereinbart werden, in dem sie arbeiten. Obschon diese Diskussion im Jahr 2016 scheiterte, entschied sich nun eine breite Mehrheit des Ausschusses der Kammer dafür. Nur die MR hat sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten.
«Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis», erklärt Herman Fonck von der CSC. «Sobald die fest eingestellten und die zeitweiligen Arbeitnehmer seit drei Monaten im Betrieb sind, erhalten sie das Wahlrecht. Das war vorher nicht der Fall für die Interimarbeiter, die manchmal sogar deutlich länger im Betrieb arbeiten. Es war nicht normal, diese Arbeitnehmer als Arbeitnehmer zweiter Klasse zu behandeln, ohne jegliche Stimme in dem Unternehmen, in dem sie arbeiten. Es ist eine sehr gute Sache, dass unsere Parlamentarier dieses Problem erkannt haben. In Ländern wie die Niederlande, Frankreich oder Deutschland ist das Wahlrecht für die Leiharbeiter schon seit langem geregelt.“