Die Arbeitnehmer verdienen Respekt

Am nationalen Aktionstag vom 14. Dezember wurde ein klares Signal gesetzt. An diesem Tag forderten Tausende von Arbeitnehmern eine erhebliche Lohnerhöhung, weniger Arbeitsdruck, eine gesunde Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und ein anständiges Karriereende.
Verurteilt wurde dabei auch, was den Arbeitnehmern seit Jahren auferlegt wird: Lohnmäßigung, ein Indexsprung und ein neues Gesetz, das mit Bestimmungen durchsetzt ist, die keine ruhigen Verhandlungen zulassen. Unter diesen Umständen ist das Maß voll: zahlreiche Arbeitnehmer können nicht länger und noch flexibler arbeiten. Sie halten es einfach nicht mehr aus.
Die Forderungen vom 14. Dezember spiegeln eindeutig die absolute Notwendigkeit wider, dass jeder in Würde leben kann. In den letzten Jahren hat die Presse ausführlich die Gesundheit der Wirtschaft, das Ausmaß der Schaffung von Arbeitsplätzen und den Mangel an Arbeitskräften kommentiert. Gleichzeitig wurden die Sozialbeiträge der Arbeitgeber gesenkt, die Arbeitgeber können Indexsprünge behalten (jedes Jahr), die Unternehmenssteuern für alle Unternehmen wurden gesenkt, die öffentlichen Dienstleistungen und die soziale Sicherheit wurde untergraben, ohne dass dies zu einer Verbesserung der Löhne führte, insbesondere bei den Mindestlöhnen.
Unter diesen Bedingungen macht das neue Gesetz von 2016, das mit seinen zweifelhaften Bestimmungen zu maximalen Lohnerhöhungen von nur 0,8% über zwei Jahre führt, den Abschluss eines überberuflichen Abkommens unmöglich.
In Anbetracht der Unmöglichkeit, diesen Punkt in den Diskussionen mit den Arbeitgebern weiter fortzusetzen, haben die Instanzen der CSC, FGTB und CGSLB aus Protest beschlossen, am Mittwoch, den 13. Februar zu einem nationalen Streik in einem Maximum an Unternehmen aufzurufen.
Bei den Treffen der Zehnergruppe legten die Gewerkschaftsorganisationen auch andere Forderungen auf den Tisch, die zu konkreten Lösungen führen müssen, die den Erwartungen der Arbeitswelt entsprechen:
  • Signifikante Erhöhung der Mindestlöhne;
  • Erhöhung der Sozialleistungen und der Renten, um diese zumindest über die Armutsgrenze zu heben; 
  • Neufestlegung des Rahmens für das Karriereende (SAB und Zeitkredit); 
  • Bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben; 
  • Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität, z. B. die Verallgemeinerung des Drittzahlersystems für den öffentlichen Verkehr und die Erstattung von Fahrradzulagen.
Über diese Forderungen hinaus, für die kurzfristig Antworten und Lösungen gefunden werden müssen, ist es unerlässlich, dass Gespräche und Verhandlungen über einen gerechten Übergang zu einer gesünderen und nachhaltigeren Wirtschaft eingeleitet werden, der ebenfalls die Folgen der Digitalisierung der Wirtschaft vorhersieht.