Konzertierung über die schweren Berufe beendet

Ob am sozialen Konzertierungstisch, auf der Straße am 2. Oktober oder bei der Verteilung der Rentenzeitung: Die Gewerkschaftsorganisationen haben die Arbeitgeber und die Regierung stets dazu aufgefordert, Schwerekriterien zu berücksichtigen, die es den Arbeitnehmern in beschwerlichen Funktionen im Privatsektor erlauben würden, es ab einem vernünftigen Alter „langsamer angehen zu lassen“, um Dank einer anständigen Rente vom Leben profitieren zu können. Nach Ansicht des Rentenministers sollte die Anerkennung der Schwere der Arbeit eine Entschädigung für die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre und die Einführung strengerer Kriterien für die vorgezogenen Renten darstellen.
Trotz unserer Forderungen nach einer gerechten und würdevollen Lösung für Tausende von Arbeitnehmern mit einer beschwerlichen Karriere und trotz der negativen Stellungnahme des Staatsrates, der grundlegende Punkte des Gesetzesentwurfs infrage stellt, haben sich die Arbeitgeber und die Regierung einer restriktiven, willkürlichen und budgetären Vorgehensweise verschrieben.
Dieses Scheitern der Verhandlungen bezeugt erneut die Lücken des Rentenreformplans von Minister Bacquelaine. Zur Erinnerung: Vier Kriterien wurden zur Beurteilung für die Schwere der Arbeit herangezogen: die Arbeitsorganisation, körperliche Einschränkungen, psychische und emotionale Belastung und hohe Sicherheitsrisiken. Seit Monaten haben die Gewerkschaften vorgeschlagen, diese Kriterien objektiv, wissenschaftlich und konstruktiv zu verfeinern. Die Arbeitgeberbank hat sich ihrerseits bemüht, die Anerkennung der Schwere so weit wie möglich zu begrenzen.
Laut Gesetzesentwurf können die Arbeitnehmer, deren Arbeit als schwer anerkannt wurde, ihre Pension unter bestimmten Bedingungen etwas früher in Anspruch nehmen, aber mit weniger Rente. Das ist eine neue Ungerechtigkeit und bezeugt mangelnden Ehrgeiz und Klarsicht in der Handhabung des Laufbahnendes.