Keine Einigung über die Arbeitsschwere

Schwere Arbeit
Im nationalen Pensionsausschuss konnte keine Einigung über die Anerkennung des Kriteriums Schwere der Arbeit erzielt werden. Zur Erinnerung: Die Gewerkschaften hatten im Frühjahr einen Konsensvorschlag mit vier Kriterien der Arbeitsschwere für den Privatsektor vorgelegt. Diese Kriterien mussten noch detailliert werden.
Die CSC und die beiden anderen Gewerkschaften bedauern, dass die Arbeitgeber diesen Vorschlag einfach vom Tisch gefegt haben. Die Sozialkonzertierung darf nicht durch das Vetorecht missbraucht werden. Wir bedauern darüber hinaus, dass die Regierung Bedingungen festgelegt hat, die einen ernsthaften Dialog zwischen den Sozialpartnern für die entscheidende Frage der Schwere unmöglich machen.
Die Regierung agiert strikt nach budgetären Gesichtspunkten und in perfekter Übereinstimmung mit den Arbeitgebern, lässt dabei die Gesundheitsrisiken für die Arbeitnehmer gänzlich außer Acht. Weitere Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern wurden damit unmöglich gemacht.
Für die Detaillierung der vier Kriterien wurden zwei Einschränkungen auferlegt: Das Zustandekommen von präzisen, objektiven, kontrollierbaren, messbaren und registrierbaren Kriterien sowie kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand für die Arbeitgeber.
Der in Zusammenarbeit mit den Betriebsärzten durchgeführte Gewerkschaftsvorschlag, der wissenschaftlich anerkannt ist und auf der Grundlage der geltenden Vorschriften basiert, umfasst diese beiden Einschränkungen. Er ermöglicht daher, die Kriterien aufgrund der Risiken für die Gesundheit der Arbeitnehmer zu detaillieren.
Dieser Vorschlag wird von den Arbeitgebern und der Regierung einfach beiseitegeschoben. Sie sind wild entschlossen, strikt ihre unhaltbaren budgetären Gesichtspunkte zu verfolgen, das Prinzip der Berücksichtigung der Arbeitsschwere wird dabei völlig außer Acht gelassen.
Der Pensionsminister, der im Begriff steht das gesetzliche Rentenalter auf 67 Jahre hochzuschrauben, hatte doch gesagt, dass nur 5 bis 10% der Arbeitnehmer gezwungen wären, bis zu diesem Alter zu arbeiten, weil den Kriterien der Arbeitsschwere Rechnung getragen werde. Ein glattes Täuschungsmanöver.
Dabei liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei guter Gesundheit der Arbeitnehmer bei 64 Jahren, wobei es diesbezüglich enorme Unterschiede in Bezug zum Einkommensniveau gibt. In Gesundheitsfragen halsstarrig an einer vorrangig budgetären Logik festzuhalten, wird zu einem wirklichen sozialen Gemetzel für die Arbeitnehmer führen.