Wir wollen 0 % Lohngefälle

Frauen verdienen 21 % weniger pro Jahr als Männer. Wenn sie in Pension gehen, ist ihre Rente 28 % niedriger als die ihrer männlichen Kollegen. Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen am 8. März fordert die CSC daher 0 % Lohngefälle und 0 % Rentenunterschied!
Dieses Lohngefälle wird von früher Kindheit an aufgebaut. Indem man kleine Mädchen ermutigt mit Puppen zu spielen und kleine Jungen mit dem Baukasten, führt dies am Ende der Schul- und Ausbildungszeit eher zu Pflegeberufen oder zu wissenschaftlichen Berufen. Was an sich kein Problem wäre, wenn die diesbezüglichen Löhne und Arbeitsbedingungen nicht so unterschiedlich wären! Dies wird als „sektorale Segregation“ bezeichnet: Frauen in „weibliche“ Berufe (und weniger gut bezahlt, mit weniger außergesetzlichen Vorteilen) und Männer in „männliche“ Berufe (besser bezahlt, mit mehr außergesetzlichen Vorteilen).
Das Lohngefälle ist auch auf die unfreiwillige Teilzeitarbeit zurückzuführen, die zum größten Teil Frauen betrifft, sowie auf die „Glasdecke“, die berühmte unsichtbare Decke, unter der die Arbeitnehmerinnen kämpfen, um die Hierarchie zu erklimmen. Die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben oder die Auswirkungen von Gewalt oder Belästigung am Arbeitsplatz sind weitere Faktoren, die sich auf das Lohngefälle auswirken.

Eine klare Forderung: 0 %

Um dieses Lohngefälle auszuradieren, verteilen die Delegierten der CSC während des gesamten Monats März (den Monat der Gleichheit) Radiergummis „0 %“ an ihre Kollegen sowie an die Öffentlichkeit. Sie werden auch die Gelegenheit nutzen, das Umfeld von Unternehmen oder öffentlichen Orten durch „clean tags“ zu säubern, eine Art von großen Schablonen, über die man mit dem Kärcher fährt, um nach dem Säubern eine nachhaltige Botschaft zu vermitteln: Die CSC will ein Lohngefälle von 0 %! 

CSC in Aktion am 8. März

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, konzentriert sich die CSC auf die Kampagne „Lohngefälle“. In ganz Belgien sind an diesem Tag Aktionen geplant. Neben dem Weltmarsch der Frauen in Brüssel ruft das „Kollektiv vom 8. März" zu einem internationalen Frauenstreik auf, um zu zeigen, dass nichts mehr läuft, wenn Frauen streiken. In Lüttich wird zum Beispiel eine feministische Fahrrad-Parade organisiert und in La Louvière findet am Vorabend zum 8. März ein Kino-Debattenabend statt zum Thema „Wie kann man die Ungleichheiten abschaffen?“.

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