Sozialgesetzgebung: was sich ab dem 1. Januar geändert hat

Ce qui a changé
Eine Vielzahl von Regelungen sind am 1. Januar in Kraft getreten. Davon auch einige im Bereich der Sozialgesetzgebung.

Langfristige Krankheit

Seit dem 1. Januar haben die Arbeitgeber die Möglichkeit, ihre seit mindestens zwei Monaten kranken Personalmitglieder vom Arbeitsarzt vorladen zu lassen. Die im letzten Jahr gemachten Erfahrungen zeigen aber, dass die neue Prozedur zur Wiedereingliederung der Kranken zu wenigen Wiedereingliederungen führt, dafür aber zu zahlreichen Entlassungen aus medizinischen Gründen, d.h. zur sofortigen Entlassung ohne Kündigungsentschädigung. Wenn eine angepasste Arbeit nicht funktioniert oder nicht vom Arbeitgeber angeboten werden kann, kann dieser den Arbeitsvertrag sofort beenden, ohne Zahlung jeglicher Kündigungsentschädigung.
Sie werden vom Arbeitsarzt zur Untersuchung vorgeladen und befürchten entlassen zu werden? Wenden Sie sich an die CSC. Man wird Ihnen dabei helfen, angemessen auf diese Vorladung zu reagieren.
Als Kranker haben Sie Anrecht auf den Schutz des Privatlebens: Ihr Arbeitgeber oder der Arbeitsarzt darf Ihren medizinischen Befund nicht ohne Ihr Einverständnis zur Kenntnis nehmen.

Arbeitnehmer in SAB

Im Rahmen des überberuflichen Abkommens 2017-2018 hatte die CSC die Anhebung der Berechnungshöchstgrenze für die Arbeitslosenentschädigung durchgesetzt. Die Mitglieder im SAB (ex-Frühpension), die diese Höchstgrenze erreicht hatten, erhielten dadurch eine Erhöhung um 0,5 % ab dem 1. September 2017, zusätzlich zur Indexanpassung. Der vom Unternehmen an die SAB-Arbeitnehmer gezahlte Betriebsausgleich wurde am 1. Januar 2018 um 0,36 % erhöht, zusätzlich zur Indexierung.

Flexi-Jobs

Seit dem 1. Januar kann auch der Einzelhandel auf das System der Flexijobs zurückgreifen, das bisher auf das Hotel- und Gaststättengewerbe begrenzt war. Diese Beschäftigungsart ermöglicht es einem anderweitig zu mindestens 4/5 beschäftigten Arbeitnehmer zusätzlich zu arbeiten, ohne Sozialbeiträge zahlen zu müssen.
Die Flexijobs wurden 2015 im Horeca-Sektor eingeführt. Heute zählt man etwa 28.000 flexible Arbeitsplätze in 7.300 Einrichtungen des Sektors. Die Föderalregierung beschloss also nun, diese Beschäftigungsform auf den Einzelhandel (Metzgereien, Bäckereien, Textilgeschäfte,…) auszudehnen.

Onlinehandel

Eine Erleichterung für die Einführung der Nachtarbeit (zwischen Mitternacht und 5 Uhr) ist für die Unternehmen im Onlinehandel mit Gewerkschaftsdelegation vorgesehen. Bisher bedurfte es eines Kollektivabkommens, das von allen Gewerkschaften unterzeichnet wurde, die in der Gewerkschaftsdelegation vertreten waren. Nun genügt es, wenn eine einzige Gewerkschaft unterzeichnet. Die Sonntagsarbeit für Aktivitäten im Onlinehandel ist bis zum 31. Dezember 2019 erlaubt.