Gewalt an Frauen: Stopp

Die CSC beteiligt sich an der nationalen Mobilisierung gegen Gewalt an Frauen am Arbeitsplatz, im Privatleben, im öffentlichen Raum... Sie ruft zur Teilnahme an der Kundgebung am 25. November in Brüssel auf. Und sie bittet jeden, die Petition zu unterzeichnen.
Carmen, Shashia, Jeannine, Femke, Malika… Im Jahr 2017 wurden mindestens 39 Frauen ermordet, weil sie Frauen waren. Zum ersten Mal gibt unser Land diesen Verbrechen Vornamen und Gesichter. Diese Aufdeckung von lange versteckten Gräueltaten wurde möglich, weil viele Frauen die Kraft fanden, in sozialen Netzwerken über ihren sexuellen Missbrauch zu reden: von Belästigung, Vergewaltigung, bis zum Verbrechen. Die Medien begannen, diese chauvinistische Gewalt, die in den meisten Fällen von einem Mann aus der Familie des Opfers ausgeht, weiterzuleiten. Belgien schien endlich das Ausmaß dieser Macho-Gewalt zu entdecken, der viele Frauen, in der einen oder anderen Form, in allen Lebensphasen ausgesetzt sind. Der Wind weht nun aus einer anderen Richtung...

Das muss sich ändern

Die Gewalt gegen Frauen wird nun einhellig mit Worten verurteilt. Nur, es fehlt noch an Taten. Das muss sich ändern! Der Kampf gegen alle Formen von Macho-Gewalt ist eine kollektive Verantwortung. Er betrifft jede Frau, jeden Mann, jeden Politiker. Vor mehr als zwei Jahren ratifizierte Belgien die Istanbul-Konvention. Diese Konvention des Europarates befasst sich mit der Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Unser Land hat sich dazu verpflichtet, eine umfassende Politik gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen umzusetzen und konkrete Schritte zur Prävention, zum Opferschutz und zur Strafverfolgung der Täter zu initiieren.
Darüber hinaus beteiligen sich die Internationale Arbeitsorganisation, die Arbeitnehmervertreter und die belgische Regierung an der Ausarbeitung eines Abkommens zur Beendigung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Diese Arbeit begann im Jahr 2018 und soll 2019 fortgesetzt werden. Die CSC übernimmt dabei eine sehr aktive Rolle. Vor Ort allerdings läuft die Entwicklung noch nicht zufriedenstellend.

Dort handeln, wo wir leben

Überall in der Welt lehnen sich Frauenbewegungen und soziale Verbände gegen diese unerträgliche Gewalt auf. In Belgien beteiligt sich die Mirabal-Plattform an dieser internationalen feministischen Dynamik.
Der Name Mirabal ist eine Hommage an Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, drei Schwestern, die sich der Diktatur von Rafael Trujillo widersetzten, der die Dominikanische Republik von 1930 bis 1961 führte und der die drei ermorden ließ. Im Jahr 1999 verabschiedeten die Vereinten Nationen eine Resolution, die den 25. November, den Jahrestag ihres Todes, zum internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen ausrief.
Die CSC ist Mitglied der Plattform Mirabal und ruft alle ihre Mitglieder und Militanten dazu auf, dort wo sie leben und arbeiten aktiv zu werden. Wie?
  • Durch Interventionen im öffentlichen Raum (in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule, in Geschäften, in öffentlichen Diensten, bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten...), indem Sie die Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen dazu bewegen, die Realität von Macho-Gewalt aufzudecken.
  • Indem Sie den Aufruf der Plattform unterzeichnen und weiterleiten.
  • Indem Sie die Innenfläche Ihrer Hand mit Lilafarbe bemalen und ein Foto davon in den sozialen Netzwerken verbreiten mit den hashtags #StopViolences-FaitesAuxFemmes #25novembre #MirabalBelgium
  • Indem Sie an der Kundgebung am 25. November teilnehmen. Abgang um 14 Uhr, place Poelaert, in Brüssel.
Weitere Infos: http://stopfeminicide.blogspot.be