Leiharbeit: Anrecht auf 2 Prämien

Seit letztem Jahr können die Leiharbeiter eine Gewerkschaftsprämie von 104 Euro erhalten. Die Jahresendprämie beläuft sich auf 8,33 % des während der Referenzperiode verdienten Bruttolohnes.
Um Anrecht auf diese beiden Prämien zu erhalten, muss der Leiharbeiter im Laufe der Referenzperiode, d.h. vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017, mindestens 65 Tage im System der 5 Tage/Woche (78 Tage im System der 6 Tage/Woche) oder mindestens 494 Arbeitsstunden erreichen.
Zur Berechnung der Anzahl Arbeitstage werden die Krankheitstage, für die der garantierte Lohn gezahlt wurde, sowie die bezahlten Ausgleichstage infolge von Überstunden oder Arbeitszeitreduzierungen berücksichtigt. Auch die Tage, für die der Leiharbeiter Arbeitslosengeld bezogen hat für nicht gearbeitete Tage aufgrund wirtschaftlicher oder technischer Arbeitslosigkeit, oder aufgrund der Krisenarbeitslosigkeit für Angestellte, werden ebenfalls bis zu einem Maximum von 5 Tagen gleichgestellt.

Der Leiharbeiter, der diese Gewährungsbedingungen erfüllt, muss im Monat Dezember ein Dokument erhalten. Um die Zahlung der Jahresendprämie zu erhalten, muss er den Abschnitt B des Dokumentes unterzeichnen und diesen bei der CSC abgeben (über den Delegierten im Betrieb oder direkt beim CSC-Dienstleistungszentrum in Ihrer Nähe). Der Sozialfonds für Leiharbeiter führt die Zahlung am ersten Arbeitstag von 2018 durch. Die Gewerkschaftsprämie von 104 Euro wird mit der Jahresendprämie gezahlt.
Weitere Infos in der Broschüre „20 Fragen, 20 Antworten. Handbuch für den Leiharbeiter“.