Bildungsurlaub

Bildungsurlaub
Der bezahlte Bildungsurlaub berechtigt Arbeitnehmer, der Arbeit fernzubleiben, um einer anerkannten Aus- oder Weiterbildung ohne Lohnverlust zu folgen. Innerhalb der festgesetzten Grenzen von 80 bis 120 Stunden pro Schuljahr, je nach Art der Weiterbildung, kann der Arbeitnehmer also pro Unterrichtsstunde eine Stunde von der Arbeit freigestellt werden. Handelt es sich bei der Ausbildung um einen sogenannten Mangelberuf, kann der Bildungsurlaub sogar 180 Stunden betragen.

Lohngrenze

Der Arbeitgeber darf den bezahlten Bildungsurlaub nicht ablehnen, aber er muss mit der Urlaubsplanung einverstanden sein. Nach der Ausbildung werden ihm die Lohnkosten von der Region des Beschäftigungsortes bis zu einer festgelegten Höchstgrenze zurückerstattet, die von der Region und von der Art der Ausbildung abhängt. Der Arbeitgeber kann den Lohn für die Stunden des bezahlten Bildungsurlaubs auf diese gesetzlich festgelegte Höchstgrenze beschränken. Diese Grenze liegt für das Schuljahr 2017-2018 bei 2.871,30 Euro brutto. Sollte Ihr normaler Lohn diesen Betrag überschreiten, werden Sie also für die im Rahmen des bezahlten Bildungsurlaubs genommenen Freistunden weniger Lohn beziehen.
Der Antrag auf bezahlten Bildungsurlaub muss vor dem 31. Oktober beim Arbeitgeber gestellt werden. Dieses Datum gilt für die Schulungen, die innerhalb eines normalen Schuljahres organisiert werden. Diesem Antrag ist eine Bescheinigung über die Eintragung in der Bildungseinrichtung beizufügen.
Infolge der Regionalisierung des bezahlten Bildungsurlaubs muss die Weiterbildung von der Region oder Gemeinschaft Ihres Beschäftigungsortes anerkannt werden. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Weiterbildung in der Region Ihres Arbeitsortes anerkannt wird. Sollten Sie Zweifel bezüglich Ihres Arbeitsortes haben (z.B. Handelsvertreter, Techniker,….), müssen Sie sich beim Personaldienst erkundigen, da der vom Arbeitgeber in der vierteljährlichen Erklärung an das LASS angegebene Arbeitsort bestimmend ist.

Einzuhaltende Fristen

Sie tragen sich erst nach dem 31. Oktober in eine Schulung ein? Oder Sie tragen sich in eine Schulung ein, die erst nach dem 31. Oktober beginnt? Dann muss Ihr Antrag auf bezahlten Bildungsurlaub innerhalb von 14 Tagen beim Arbeitgeber eintreffen. Wechseln Sie im Laufe des Schuljahres den Arbeitgeber, müssen Sie die Fortsetzung des bezahlten Bildungsurlaubes innerhalb von 14 Tagen beim neuen Arbeitgeber beantragen. Werden diese Fristen nicht eingehalten, kann der Arbeitgeber die Anzahl Stunden des bezahlten Bildungsurlaubs begrenzen. Sie müssen sich ebenfalls allen Plänen, die schon im Unternehmen erstellt wurden, unterordnen.