Die Arbeitnehmer verdienen Respekt

Am Mittwoch, den 13. Februar, wird die Arbeit in zahlreichen Unternehmen still stehen. Die Gewerkschaften protestieren gegen die verfügbare Lohnspanne von nur 0,8 % für die nächsten beiden Jahre. Ein überberufliches Abkommen ist daher zu diesem Zeitpunkt unmöglich.
Am 14. Dezember letzten Jahres forderten tausende Arbeitnehmer eine deutliche Lohnerhöhung, weniger Arbeitsdruck, eine gesunde Kombination von Privat- und Berufsleben sowie ein erleichtertes Laufbahnende. Die Forderungen vom 14. Dezember verwiesen auf die Notwendigkeit, dass ein Jeder würdevoll leben können muss. Unter diesen Bedingungen macht das neue Gesetz von 2016 über die Löhne, das mit seinen zweifelhaften Bestimmungen dazu führt, dass für die nächsten beiden Jahre nur Lohnerhöhungen von insgesamt 0,8 % möglich seien, ein überberufliches Abkommen unmöglich. Da die diesbezüglich Diskussion mit den Arbeitgebern festgefahren ist, haben die drei Gewerkschaften (CSC, FGTB, CGSLB) beschlossen, am Mittwoch, den 13. Februar, landesweit in so vielen Unternehmen wie möglich zu streiken.
Diese Aktion werden wir mit Ihnen durchführen, denn wir können uns nicht weiter mit Krümeln begnügen. Die Arbeitgeber werden schon seit vier Jahren verwöhnt mit Senkungen der Arbeitgeberbeiträge, einem Indexsprung oder auch einer Reduzierung der Körperschaftssteuer. Die Arbeitnehmer dagegen haben quasi nichts bekommen für ihre Anstrengungen, obwohl sie täglich zur Verbesserung des Wohlstandes unseres Landes arbeiten. Am 13. Februar fordern wir daher alle gemeinsam mehr Respekt!
Doch damit ist der Kampf nicht beendet. Danach müssen konkrete Antworten gefunden werden um den Mindestlohn und die niedrigsten Sozialleistungen zu erhöhen, um den Rahmen für ein menschenwürdiges Laufbahnende neu zu definieren, um die Möglichkeiten der Vereinbarung von Familie und Beruf zu verbessern und um die Mobilität in unserem Land positiv zu verändern. Über diese Forderungen hinaus, für die kurzfristig Antworten und Lösungen gefunden werden müssen, ist es wichtig, dass Gespräche und Verhandlungen eingeleitet werden können über einen gerechten Übergang auf eine gesündere und nachhaltige Wirtschaft, wobei auch den Folgen der Digitalisierung der Wirtschaft Rechnung getragen wird.  

Weshalb eine Streikaktion ?

  • Für anständige Löhne und eine substantielle Erhöhung derselben über den Index hinaus.
  • Für eine Erhöhung der Brutto-Mindestlöhne um 10 %.
  • Gegen das neue Lohngesetz, das voller Verfälschungen ist.
  • Für weniger Arbeitsdruck, mehr unbefristete Verträge und eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
  • Für die Verallgemeinerung des Drittzahlersystems für den öffentlichen Verkehr und eine bessere Fahradzulage.
  • Für eine annehmbare Rente und die Aufrechterhaltung der SAB (Ex-Frühpension) und eine Beschäftigung am Karriereende ab 55 Jahren.
  • Für eine soziale Sicherheit und verstärkte öffentliche Dienste.

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